Deutsche Messe soll die Förderung von Azura einstellen, sagen Gruppen
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Deutsche und irische Rechtsorganisationen fordern, dass die Messe Berlin den umstrittenen französischen Tomatenproduzenten Azura nicht mehr akzeptiert.

Veröffentlicht 10. September 2019

Das in Irland ansässige Global Legal Action Network (GLAN) und das Europäische Zentrum für konstitutionelle Fragen und Menschenrechte (ECCHR) haben am 6. September 2019 einen offenen Brief (auf Englisch) an Messe Berlin GmbH, den Veranstalter der führenden Fruit Logistica, und ihre Ombudsperson veröffentlicht.

Das Schreiben befasst sich mit Vorwürfen des rechtswidrigen Verhaltens eines Ausstellers der Messe und den Verantwortlichkeiten der Messe gemäß den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGP) als Gastgeber dieses Unternehmens.

Das französische Unternehmen „Azura Group“ exportiert Tomaten aus der besetzten Westsahara nach Europa.

GLAN und ECCHR schreiben in einer Pressemitteilung (auf Englisch), dass die Messe Berlin nur mangelhaft auf die Aufforderung zu Beginn dieses Jahres, die Werbung für Azura einzustellen, reagiert habe und dass die beiden Gruppen daher mit der Veröffentlichung der Korrespondenz fortfahren.
 

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