EU-finanzierte Forschung zurück in der Westsahara
60ad5a973e511_CharifIDrissi

Ein marokkanisches Schiff, das umstrittene, von der Europäischen Union bezahlte Meeresforschung betreibt, wurde erneut in den Gewässern der besetzten Westsahara gesichtet.

26. May 21

Abbildung oben von Marinetraffic.com

Am 21. Mai 2021 überquerte die Charif Al Idrissi (IMO: 8516706, marokkanische Flagge) die maritime Grenze zwischen Marokko und der Westsahara. Das Schiff fuhr weiter nach Süden und ist derzeit im Gebiet zwischen Boujdour und Dakhla aktiv - eine der fischreichsten Gewässer in Nordwestafrika.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel auf Englisch.

Nachrichten

Marokko nutzt größten Teil der EU-Fischereiförderung auf besetztem Territorium

Laut eines neuen Regierungsberichts gibt Marokko den Großteil der im Rahmen des Fischereiabkommens gewährten finanziellen Unterstützung durch die EU in der besetzten Westsahara aus. 

25. February 21

Sahrauische Fischbestände im Schleppnetz der „Helen Mary“

Foto: Pierre Gleizes / Greenpeace Polen, aufgenommen am 5. November 2014, unverändert

Im Juli 2019 trat das neue Fischereiabkommen der EU mit Marokko in Kraft, was entgegen der Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes die Gewässer der Westsahara einschließt. Marokko verteilt in dem Abkommen Lizenzen zum Plündern der Fischbestände des von ihm besetzten Territoriums. Seit Ende August fischt nun das deutsche Fabrikschiff „Helen Mary“ vor der Küste der besetzten Westsahara.

19. October 19

Corell: EU Fischereiabkommen und Ölsuche sind unverantwortlich

Aufgrund jüngster Erklärungen des marokkanischen Königs zur Westsahara fordert der ehemalige UN-Unter-Generalsekretär für Rechtsfragen Hans Corell in einem Artikel die EU auf, ihr Fischereipartnerschaftsabkommen zu überarbeiten. Darüber hinaus betont er, dass die laufenden Öl-Erkundungen in völligem Widerspruch zu seinem Rechtsgutachten stehen, das er für den UN-Sicherheitsrat erstellt hat.
27. February 15

Aminatu Haidar – Offener Brief an das EU-Parlament

“Ich wünsche mir eine freie Gesellschaft in der Westsahara. die in der Lage ist, selbst zu entscheiden, wie sie ihre natürlichen Ressourcen verwenden will. Der wirtschaftliche Nutzen soll meinem Volk zu Gute kommen und nicht der marokkanischen Besatzungsmacht, die mit der Unterstützung des Königs und der marokkanischen Armee unser Territorium einnimmt und unseren Reichtum raubt." Aminatou Haidar, die prominente Menschenrechtsaktivistin der Westsahara, richtete sich heute in einem Brief an das Europäische Parlament.
09. December 13